Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
  • Trendguide home

    Home

Trendguide Home Architektur

Euroboden GmbH

Tg blank

So können Sie uns erreichen:

Homepage: Ansehen
Telefon: +49 (0) 89.20 20 86-20
Email an:
Anfahrt: mit Google Maps

Social goo Social twit Social fb

Von prachtvollen Häusern und vom Bauen war der Münchner Unternehmer Stefan F. Höglmaier bereits als Jugendlicher begeistert. Im Alter von 24 Jahren gründete er sein Unternehmen Euroboden. 2010 erwarb er einen denkmalgeschützten Hochbunker in der Münchner Ungererstraße und verwandelte ihn in ein architektonisches, mehrfach preisgekröntes Vorzeigeobjekt. Heute gilt Euroboden als die Architekturmarke unter den Immobilienentwicklern.

livinghomes

Bildschirmfoto 2015 04 12 um 00.05.47

So können Sie uns erreichen:

Homepage: Ansehen
Telefon: 310-581-8500
Email an:
Anfahrt: mit Google Maps

Social goo Social twit Social fb

Steve Glenn ist „der“ Pionier des ökologischen Hausbaus in den USA. Der kalifornische Unternehmer, eigentlich ein Spezialist für IT-Start-ups, setzt dabei jedoch nicht auf „grüne“ Gebäude, wie wir sie kennen – er entwickelt und produziert wunderschöne Architekten-Fertighäuser, die nicht nur in Sachen Nachhaltigkeit ihrer Zeit weit voraus sind. 

Es klingt absurd, doch angefangen hat alles mit Lego-Bausteinen. „Durch die Legos lernte ich schon als Fünfjähriger, dass ich mit ein paar Klicks immer wieder etwas Neues erschaffen kann“, sagt Steve Glenn. „Dass ich heute ökologische Fertighäuser herstelle, ist aber vor allem dem amerikanischen Städteplaner James Rouse geschuldet. Von ihm habe ich gelernt, dass Architektur auch einen Zweck erfüllen muss.“ Ein Einkaufszentrum zum Beispiel müsse, so James Rouse, nicht nur schön aussehen, sondern auch soziale Kontakte fördern und gleichzeitig die Natur vor seinen Eingangstüren erhalten. 

Steve Glenn wollte mit seinen „Living Homes“ etwas Vergleichbares schaffen und stellte 2007 ein alle Rekorde brechendes Ökohaus vor. Es erzeugte derart niedrige CO2-Emissionen und erzielte eine derartig große Einsparung des Wasserverbrauchs, dass es das U.S. Green Building Council mit der prestigeträchtigen LEED-Platin-Plakette für herausragende Energie- und Umweltbilanz auszeichnete. Auch hinsichtlich der verwendeten Baustoffe sorgte Glenn für Furore: Die Außenwände bestehen aus einem Mix aus Asche, Beton und Stahl vom Schrottplatz, das Dämmmaterial aus Sojabohnen und das Holz an Decken und Wänden aus alten Militärbaracken. Eine Fotovoltaik-Anlage und Solarplatten im Haus, die als „Kunstwerke“ in die Wände integriert wurden, versorgen das „Living Home“ mit Energie. Bei schlechtem Wetter steht ein an einen Generator angeschlossenes Fahrrad bereit, das für zusätzliche Energie sorgt – ein bisschen Kondition des Hausherren vorausgesetzt. 

Äußerst umweltbewusst präsentierte sich auch das Interior Design: riesige Fenster und Schiebetüren aus recyceltem Glas fungieren als natürliche Klimaanlage, die Arbeitsplatte in der Küche und die Oberfläche des Badezimmertisches sehen aus wie Granit, bestehen jedoch „nur“ aus recyceltem, steinhart gepresstem Zeitungspapier. In der Küche sorgen Induktionsplatten für kilowattgenauen Energieverbrauch und in den Bädern regelt eine elektronische Steuerung exakt den Wasserverbrauch. Wobei das Gebrauchswasser über eine Wiederaufbereitungsanlage dem Haus immer wieder aufs Neue zugeführt wird. Als Wandfarben fanden ausschließlich schadstofffreie Farben Verwendung, die darüber hinaus auch noch mit einer antibakteriellen Mikroschicht versehen sind, um vor Schimmelbefall zu schützen. Die Bodenbeläge wurden aus den schnell nachwachsenden Rohstoffen Bambus und Kork gefertigt.

Was Glenns Fertighäuser in Hinsicht Design einzigartig macht, ist die Zusammenarbeit mit den Stararchitekten Ray Kappe und Kieran Timberlake. Die Kooperation mit Kappe gipfelte in der Realisierung des „Wired-Living-Homes“. Das Magazin „Wired“ gilt als „das“ Magazin in Sachen neue Technologien und bot Glenn im Jahre 2008 an, die Vermarktung eines Musterhauses zu übernehmen, das drei Zukunftsvisionen vereinen sollte: Nachhaltigkeit, Hightech und Design. So ist die Energieeffizienz des Hauses um fast 40 Prozent höher als die eines vergleichbaren Gebäudes, 75 Prozent der im Haus verwendeten Materialien kommen aus dem Recycling. Ein Monitoringsystem mit Display in der Küche gibt genaue Auskunft über den Verbrauch und die Gewinnung von Energie und Wasser. Das Bewässerungssystem des Gartens ist per Internet ständig über die Wetterlage informiert: wenn Regen angesagt ist, schaltet sich das System automatisch ab. 

Von einem separaten Media-Room aus kann man alle Räume des Hauses mit Musik oder Filmen bespielen. Zudem kann man von dort aus die Beleuchtung und die Raumtemperatur steuern sowie individuelle Klingeltöne für die Telefonanlage und die Eingangstüre kreieren. In den Schlafzimmern liefert das Soundsystem Wind, Meeresrauschen oder das Prasseln des Regens. Das Design der Möbel und Innenräume ist fast durchgehend eine Referenz an den klassisch-modernen Stil der amerikanischen Wohnkultur aus den 1950er und 1960er Jahren. Denn die zeitlosen Entwürfe eines Charles Eames oder Hans Wegner sind, so Steve Glenn, ein weiterer Beitrag zur Nachhaltigkeit. Weitere Gadgets wie ein 3D-Drucker für Kinder, ein Iris-Scanner, der den Hausschlüssel ersetzt oder Recycling-Designmöbel wie Sideboards aus Milchtüten, Couchtische aus alten Weinfässern und Spielzeug aus Fair-Trade-Kooperationen machten das „Wired-Living-Home“ in Summe zum nachhaltigsten und zugleich technisch versiertesten Haus der Welt. 

Dass es „nur“ ein Fertighaus ist, ist dabei kein Manko. Ganz im Gegenteil. Laut Steve Glenn kann man dadurch besser, schneller und billiger bauen. So braucht der Bautrupp vor Ort nur acht Stunden für den Aufbau der in einer Fabrik vorgefertigten Bauteile. Das in Kooperation mit dem Magazin „Wired“ entwickelte Musterhaus kostet zwar stolze vier Millionen Dollar, es gibt inzwischen aber auch Living Homes für 250.000 Dollar, die in einem etwas kleineren Rahmen zeigen, welche Möglichkeiten im ökologischen Bauen stecken. Steve Glenn ist sich sicher: „In einigen Jahren wird es grünes Bauen nicht mehr geben. Dann wird dies einfach die Art und Weise sein wie wir Häuser bauen.“