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    Michaele Schroll

Trendguide Home Kunst & Kultur

BUCHHEIM MUSEUM DER PHANTASIE

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Zeit seines künstlerischen Lebens war Friedensreich Hundertwasser ein Gegner der „geraden Linien“ und festgefügten Standards. Diese Philosophie spiegelt sich durchgängig in seinen zahlreichen Arbeiten in Form von fantasievoller Lebendigkeit und Individualität wider. Vom 22. Oktober 2016 bis 5. März 2017 zeigt das Buchheim Museum mit „Schön & Gut“ einen Ausschnitt seiner Werke.

Die Wege des Museumsgründers Lothar-Günther Buchheim und des Wiener Künstlers Friedensreich Hundertwasser kreuzten sich bereits im Jahre 1964 als in Buchheims Verlag das erste Buch über ihn erschien. In der Folge veröffentlichte Buchheim zahlreiche Jahreskalender und Postkarten mit Hundertwasser-Motiven. Die große Hundertwasser-Ausstellung „Schön & Gut“ im Buchheim Museum vom 22. Oktober 2016 bis 5. März 2017 hat es sich nun zum Ziel gesetzt, seine Lebensleistung zu würdigen und ihm als Künstler und Lebensphilosophen neue Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Mit seinen Werken demonstrierte Hundertwasser stets eine selbstbestimmte Kreativität und ein Leben in Harmonie mit der Natur. Damit richtete er seine Kunst immer auf den Menschen aus. Denn Erfahrungen aus der Kindheit machten ihn allergisch gegen alles Autoritäre. So vertrat er konsequent eine antitotalitäre Position, die sich auch in seiner Kunst zeigte. Seine Formensprache ist ein Gegenentwurf zur totalitären Architektur der damaligen Zeit. Daher sind rechte Winkel und gerade Linien bei Hundertwasser kaum anzutreffen. Die Formen sind rund und fließend, die oft ein Eigenleben zu entwickeln scheinen.

Niemals hätte er Reihenhäuser oder gar ein ganzes Stadtviertel mit Reihenhäusern konzipiert. In seiner Vorstellung von Häusern wollte er jede Langeweile vermeiden. Er liebte bunte Farben, die er meist mit schwarzer Farbe umrandete, weil sie dann besser für ihn leuchten und mehr Fröhlichkeit und Lebensfreude vermitteln konnten. Neben leuchtenden Farben gehören runde Bauformen, ungleiche Fenster, vergoldete Zwiebeltürme, unebene Böden, bunte Keramiksäulen und begrünte Dachflächen zu den Besonderheiten der Motive von Friedensreich Hundertwasser. Er wies uns mit seiner Philosophie die „schönen Wege“, die zu einer Welt führen, in der es sich zu leben lohnt.

Christin Beck - Die Rehflüsterin

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„Meine Motive gehen den Leuten einfach nicht mehr aus dem Kopf“

Drei Bilder gleichzeitig – das eine in der Trocknungsphase, das andere im „Styling“ mit Gehörnen oder anderen Accessoires wie DirndlSchürzen, Sonnenbrillen oder Hosenträgern, das dritte eine Auftragsarbeit einer Familie – für die Nürnberger Künstlerin ist das kein Problem. Ganz im Gegenteil – das Malen und kreativ sein macht ihr, die in Rückersdorf bei Nürnberg lebt und arbeitet, ganz einfach nur Spaß. „Und da arbeite ich gerne auch mal am Wochenende, oder stricke zum Beispiel die Mützen für meine Rehmodels als Beifahrerin im Auto“, erzählt sie. Mit ihren auf Holz aufgebrachten, vermenschlichten Rehfiguren hat sie voll ins Schwarze getroffen. Einige hat sie zurzeit in Ausstellungen: in Landshut oder im Mandarin Oriental in Genf, davor im Mandarin Oriental München. Auch in der Wedelhütte in Kaltenbach im Hochzillertal sowie in der Tegernseer Manufaktur kann man ihre Werke bestaunen. Aufträge kommen inzwischen bis aus England, der Schweiz und Amerika. Und sie sind unter ihrem Label „REHturn to paradise“ auch auf edle T-Shirts gedruckt erhältlich – von der „Proseccoschnecke“ – einem stylish aufgebrezelten Reh im rosa Dirndl bis zur Golferin oder Skifahrerin. Auch ihre „AudREH“ ist etwas ganz Besonderes: Eine Reminiszenz an die Stil-Ikone Audrey Hepburn mit kleinem Schwarzen und langer Zigarettenspitze. „Meine Motive gehen den Leuten einfach nicht mehr aus dem Kopf“, freut sie sich. Eigentlich hat die Rudolf-Steiner-Schülerin ja Biologie studiert, aber gemalt hat sie schon immer und dann führte das eine zum anderen. „Die Initialzündung war der Kauf unseres zweiten Wohnsitzes in den Bergen von Österreich. Hier gab es von den Vorbesitzern einen unglaublichen Fundus an Geweihen. Weil ich das Haus gerne im alpenländischen Stil statt floralen Mustern verschönern wollte, kam ich auf die Idee mit den Rehen“ so die Künstlerin. Dass sie nun so aussehen – mit ausdrucksvollen Augen, Eleganz und Grazie – ergab sich dann irgendwie wie von selbst. Auch die Idee, sie in edle Outfits, passend zu der jeweiligen Tätigkeit zu stecken. Für die 3D-Deko für ihre Bilder ist sie ständig auf der Suche – neben ihrer Familie mit Mann und drei erwachsenen Söhnen übrigens auch eine Passion von ihr: Auf Trödelmärkten nach edlen Accessoires suchen wie alten Skiern, Lederhosen, Dirndlschürzen, Spitzen, …

www.christin-beck.de und www.rehturntoparadise.de

Peter Lindbergh in der Kunsthalle: Charakter statt oberflächlicher Schönheit

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Die Kunsthalle in München präsentiert vom 13. April bis 27. August 2017 in einer spektakulären multimedialen Schau „From Fashion to Reality“ rund 200 Arbeiten des Modefotografen Peter Lindbergh. Darunter befindet sich nicht nur seine ikonische Modefotografie, sondern auch exklusives, bis heute ungezeigtes Material wie Storyboards, Requisiten, Polaroids, Kontakt-Abzüge und Filme.

Die unverwechselbaren Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Peter Lindbergh beeinflussten die Modefotografie bereits seit den frühen 80er-Jahren. So inszeniert ein typisches Peter-Lindbergh-Foto viel Authentizität, Realität, Charakter, Stärke und eine ganz eigene Definition von Schönheit – und stellte damit die Modefotografie radikal auf den Kopf. Denn Lindbergh war der erste Modefotograf, der sich auf die Persönlichkeit seiner Modelle konzentrierte. Bei ihm geht es weniger um die Kleidung, sondern um die Frauen, die diese zur Schau stellen. Anstatt hübsch zurechtgemachte menschliche „Kleiderständer“, zeigt er ausdrucksstarke Charaktere mit viel Selbstbewusstsein. Peter Lindbergh versammelte als erster Fotograf Linda Evangelista, Naomi Campbell, Tatjana Patitz, Cindy Crawford und Christy Turlington für ein Shooting und begründete damit den Hype des „Supermodel-Phänomens“ mit seinem aufsehenerregenden Titelbild in der britischen Vogue im Januar 1990.

Wahrheiten in Schwarz-Weiß

Für Peter Lindbergh sollen die Fotomodelle während seiner Shootings vor allem eines sein: ganz sie selbst. Dabei gelingt es ihm geradezu meisterlich, ganz nah an sie heranzukommen und ein Stück Innengewandtes nach außen zu tragen. Darum zeigt er natürlich auch jede Pore, jedes Haar, jede Falte und jede Sommersprosse. „Jemandem zu sagen, dass er nicht schön ist, weil er nicht aussieht wie auf einem Foto aus der Vogue, ist doch ’ne Unverschämtheit“, protestiert Lindbergh. „Das finde ich unglaublich, dass sowas so hingenommen wird.“ Daher sitzen seine größten Gegner in den Redaktionen der großen Hochglanz-Modemagazine. Retuschen sind für ihn der Ausdruck einer großen Krankheit: „Ist das wirklich schön, wenn man jemanden fotografiert und dem jede Falte und alles wegnimmt? Ist doch traurig, dass es dahin gekommen ist.“ Peter Lindbergh, der mit der amerikanischen Reportage-Fotografie der 50er-Jahre groß wurde, nutzte als Erster die Modefotografie, um kleine Geschichten zu erzählen. Gerne zitiert er die Filmavantgarde der 1920er- bis 1950er-Jahre oder Szenerien aus Science-Fiction-Filmen. Eine typische Lindbergh-Kulisse könnte aus den Maschinenhallen von Fritz Langs „Metropolis“, Kabarettszenen aus Josef von Sternbergs „Der Blaue Engel“ oder den Filmsets von Alfred Hitchcocks „Die Vögel“ oder „Psycho“ stammen. Spannungsvolle Verhältnisse zu seinen Modellen erzeugt er immer wieder mit schroffer Industriearchitektur, wie er sie in seiner Kindheit und Jugend in Duisburg kennen lernte.

Theo Jongen - Aaart Foundation Kunsthandel GmbH

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Theo Jongen liebt das Skifahren, die Berge und die Jagd. Kein Wunder also, dass der Architekt aus den Niederlanden sich in die Region Kitzbühel verliebte. Nicht zuletzt um diese Region auch in Sachen Kunst auf ein internationales Spitzen-Niveau zu hieven, betreibt der passionierte Kunstsammler die Galerie Aaartfoundation, in der regelmäßig weltbekannte Künstler ausstellen.

Die Galerie Aaartfoundation in Kirchberg bot seit ihrer Eröffnung im August 2008 schon vielen weltbekannten Künstlern ein Zuhause. Selbst Werke von Pablo Picasso oder Alfons Walde gab es in der Aaartfoundation zu bestaunen. Daneben bietet die Galerie, die in der stillgelegten Talstation des Gaisberg-Sessellifts in Kirchberg Platz gefunden hat, auch einheimischen Künstlern eine perfekte Ausstellungsmöglichkeit. So zeigten dort bereits der Kirchberger Paul-Flora-Preis-Gewinner Markus Bacher, die aus dem Brixental stammende Malerin Irmgard Haggenmüller oder der St. Johanner Maler und Bildhauer Bruno Staudach ihre Werke. Wobei allein schon die neue Architektur dieses Hauses der Kunst begeistert. Das Dach und die tragenden Teile bestehen aus Hölzern von Schiffwracks, die mehrere Jahrhunderte im Salzwasser konserviert wurden. „Die Balken konnten nur mit Diamantsägen bearbeitet werden, weil sie zu hart sind“, verrät Jongen. Insgesamt dauerten die Bauarbeiten in der alten Talstation mehr als zwei Jahre, heute kann dort Kunst auf 700 Quadratmetern über drei Etagen hinweg gezeigt und verkauft werden. Als ideal haben sich dabei die sehr hohen Wände der sehr großzügig geschnittenen und sehr edel gestalteten Räume erwiesen – in ihnen kommen die Kunstwerke hervorragend zur Geltung.

Dazu muss man wissen: Theo Jongen, der in Südlimburg zwischen Holland und Belgien aufgewachsen ist, zählt zu den erfolgreichsten und innovativsten Architekten Europas. Nach seinem Architektur-Studium in Aachen, das er mit 24 Jahren abschloss, gründete er ein eigenes Architekturbüro, das in Glanzzeiten über 100 Architekten unter Vertrag hatte. Immobilien in mehr als 30 Ländern plante Theo Jongen, von Ferienparks im Sauerland und Frankreich bis zum Mega-Einkaufszentrum „A10“ in Berlin. Doch zurück zur Kunst. Nach Gastauftritten von renommierten Galerien wie der Münchner Galerie Française des Kunsthändlers Gerard Schneider liegt Jongens Fokus derzeit eher auf programmatischen Ausstellungen. In enger Zusammenarbeit mit Dr. Isabella Goebel versucht der Sammler und Galerist nun, einen lebhaften Dialog über maßgebliche Positionen zeitgenössischer Kunst im Kontext der Kunstgeschichte in Gang zu bringen. Als echter Glücksgriff erwies sich die diesjährige Winterausstellung mit faszinierenden Fotografien von Jimmy Nelson – dessen Motive von vom Aussterben bedrohten Ethnien und Kulturen erwiesen sich als wahrer Zuschauermagnet.

Herr Jongen, Sie haben ihr erstes Kunstwerk vor mehr als 45 Jahren am Tegernsee erworben. Verraten Sie uns, welches das war und weshalb es gerade dieses sein musste.

Das ist sogar 48 Jahre her. Das war ein Frauenporträt einer italienischen Künstlerin, das mir gefallen hat, weil es im Stil des Post-Impressionismus gemalt war.

Trifft man eine solche Entscheidung spontan und ganz für sich oder berät man sich darüber mit der Partnerin oder Freunden?

Ich pflege dabei einen regen Gedankenaustausch mit meiner Frau. Es ist sogar so, dass wir Ausstellungen besucht haben, wo vorher abgemacht wurde, nichts zu kaufen, weil es in dem Moment finanziell nicht passte. Dann haben wir einen Rundgang gemacht und jeder hat heimlich auf einem Papier die Nummer des Objektes aufgeschrieben, das ihm sehr gut gefallen hat. War es dann die gleiche Nummer, haben wir es trotzdem gekauft.

Wird man als (Kunst-)Sammler geboren?

Gute Frage (lacht). Wenn man nicht so geboren wird, dann hat wohl die Erziehung im Elternhaus einen gewaltigen Einfluss. Meine Frau und ich haben zumindest immer sehr darauf geachtet, dass unsere Kinder Museen, Kirchen und Ausstellungen besuchen. Dies gilt nun auch für unsere Enkel.

Das dreifache „a“ in Aaartfoundation, so der Name Ihrer Galerie, deutet darauf hin, dass es Ihr Anspruch ist, Triple-A-Kunst, also Kunst von Weltrang zu zeigen. Was ist gute Kunst?

Gute Kunst ist das, was sie schön finden. Der Markt selber wird natürlich so beeinflusst, dass die Namen, die jeder haben will und wo jeder viel (oder sogar zu viel) bezahlt, von einer Anzahl von Insidern bespielt wird. Nicht zuletzt die eben zu Ende gegangene Ausstellung mit Fotografien von Jimmy Nelson in der Aaartfoundation beweist, dass die Kunstgattung Fotografie auch und gerade bei Sammlern eine erhöhte Wertschätzung erlebt.

Wie behalten Sie in der immensen Bilderflut des 21. Jahrhunderts den Überblick?

Ich reise viel, besuche unzählige Ausstellungen und lese sehr viel über Kunst. Und ich versuche große Künstler zu verführen, in der Region Kitzbühel auszustellen. Dies ist uns mit Jimmy Nelson, dessen Ausstellung vor Kurzem zu Ende ging und ein voller Erfolg war, sehr gut gelungen.

Welchen programmatischen Ansatz verfolgen Sie in der Galerie Aaartfoundation?

Mittlerweile wissen wir, was unsere Kunden interessiert. Hauptsächlich kaufen bei uns Ehepaare, die die Kunst in ihrem Umfeld hängen. Dadurch ist zum Beispiel Concept Art schwer verkäuflich.

Was muss ein junger Künstler mitbringen, der bei Ihnen ausstellen möchte?

Er soll sich melden, dann sehen wir uns alles an. Auf diesem Wege kam auch der junge Künstler Markus Bacher zu uns. Wir stellten ihn aus und heute zählt er zu den gefragtesten Künstlern Österreichs.

Sie gelten als einer der innovativsten und erfolgreichsten Architekten Europas – man denke nur an Ihr Projekt „Von Schwarz zu Grün“, mit dem Sie in den 1970er Jahren weltweit für Aufsehen sorgten und nach dem Ende der Kohlebergbau- Industrie die Neugestaltung einer 900 Hektar großen Fläche übernahmen. Was muss gute Architektur heute leisten?

Ein guter Architekt muss erst mal darauf hören, was der Kunde will. Zweitens sollte er von innen nach außen arbeiten und daran denken, dass in dem Gebäude gelebt oder gearbeitet wird. Zudem sollte er auch seine Umgebung ins Auge fassen und nicht versuchen, durch sein Gebäude ein ganzes städtisches Raumbild neu zu gestalten. Denn dies ist nur ganz wenigen Architekten wie zum Beispiel Frank Gehry gelungen. Oft geht es daneben.

Sie sind 2008 angetreten, die Region Kitzbühel in Sachen Kunst auf Vordermann zu bringen. Wie fällt ihre Zwischenbilanz nach acht Jahren aus?

Wir haben zumindest viele zufriedene Kunden gewonnen und – was noch wichtiger ist – wir haben tolle Kontakte mit Künstlern und viele neue Freundschaften gewonnen. Das bereichert unser Leben sehr. In Zahlen ausgedrückt: Mehr als 90 Prozent der Kunstkenner in der Region Kitzbühel kennen die Aaartfoundation und haben dort schon Ausstellungen besucht. Dies ist eine Zahl, die für sich spricht und etwas über die Anstrengungen der letzten acht Jahre sagt.

Was raten sie einem Kunstsammler-Novizen mit einem Start- Budget von 10.000 Euro?

Er sollte sich von einem bekannten Künstler zwei limitierte Editionen in einer Auflage von 100 Stück kaufen. Dazu ein Werk des Fotografen Jimmy Nelson für 2500 Euro und ein Gemälde von Zoe Kronberger für 3000 Euro.

Herr Jongen, herzlichen Dank für das Gespräch.